Das Artenbecken


In einem unserer Aquarien sollten also die Garnelen die Hauptrolle spielen.


Dafür kam ein 20 Liter Tetra Aqua Art Becken ins Haus.
Gefiltert wird das Aqua mit einem AquaEL 350 Circulator über dessen Ansaugrohr ein recht feiner Filterschwamm gezogen wurde.
Eine Heizung gibt es nicht, die Temperatur liegt um 24 Grad Celsius.



Und so wurde es eingerichtet:


Noch ganz jungfräulich.... nur der Bodengrund ist schon eingefüllt.
Gewählt habe ich dunkle Lava, Körnung 2 - 4 mm.














Schon etwas mehr Inhalt...
Links sind kleine Tontöpfe. Die stehenden werden gleich mit weissem Kies befüllt und bepflanzt werden, die liegenden dienen den zukünftigen Bewohnern als Unterschlupf.
Vor dem Einsetzen wurden die Töpfe ca. 30 min. ausgekocht.


Rechts die Steine wurden ebenfalls 30 min ausgekocht. Vor dem Kochen wurden sie mittels "Essigtest" auf ihren Kalkgehalt überprüft. Nachdem nichts sprudelte, wurden sie als aquarientauglich erachtet und durften einziehen.

Im Hintergrund steht das Skelett der zukünftigen Mooshöhle. Garnelen mögen Höhlen und sie mögen Moos. Daraus ergibt sich, dass sie vermutlich auch Höhlen aus Moos mögen.
Demzufolge habe ich Haselnusszweige gekocht. Als diese dann biegsam genug waren, wurden sie in Form gebogen und mit Anglerschnur in dieser Position fixiert.
Nun fehlt nur noch das Moos für die Mooshöhle.


Die ersten Pflanzen ziehen ein...
















Auch Wasser sollte in einem Aquarium nicht fehlen ;-)















Das Becken ist - vorläufig - fertig.
Hier ist die linke Seite.
Im Hintergrund auf der Mangrovenwurzel ist Christmasmoos aufgebunden worden.
Davor liegt eine Mooskugel.
Im Vordergrund diverse Pflanzen.

Der auf diesem Foto noch zu sehene Innenfilter wurde später gegen einen anderen - garnelensicheren - Filter ausgetauscht, dessen Lieferung leider noch auf sich warten ließ.
Der Filterschwamm paßte jedoch auch zum neuen Filter, so dass die wertvollen Bakterien dem Becken auch nach dem Wechsel erhalten blieben.







Und hier ist die rechte Seite.

Im Vordergrund liegen die Steine nun auf einer "Wiese" aus Minimoos (Taxiphyllum spec.)


Im Hintergrund befindet sich die oben erwähnte Mooshöhle, die allerdings erst noch höhlig zuwachsen sollte. Ich hoffe, das dort aufgebundene Spiky Moos arbeitet an diesem Plan mit ;-)

Die Rückwand besteht übrigens aus einem Kalenderblatt.
Passend zum Lavagrund habe ich ein Bild zum Thema Vulkanismus gewählt und eine Abbildung von Lavafelsen im Wasser ausgesucht.






Das fertige Becken.
Mit und ohne Moosbezeichnung
.Moosbezeichnungen


Und am 17.06.2008 war es dann soweit.
Die Stars des neuen Beckens durften einziehen.
Insgesamt 13 Blue Pearls
(
Wissenschaftlicher Name: Neocaridina cf. zhangjiajiensis var. blue) durften einziehen.



Blue Pearl Garnele


18.06.2008
Leider hat es ein Nelchen nicht geschafft. Da es die größte Garnele war, denke ich, sie war zu alt, um den Umzugsstress noch gut zu verkraften.
Den anderen Garnelen geht es offensichtlich gut, sie stellen das Becken auf den Kopf und weiden alles ordentlich ab. Genug zu tun gibt es für die Nelchen auf jeden Fall... in den letzten Tagen haben sich doch schon einige Algen gebildet.

19.06.2008

Es ist passiert... die erste Exuvie wurde gesichtet.


Exuvie


Schon wenige Minuten später freut sich eine Turmdeckelschnecke über das reichhaltige Frühstück.
Exuvie


Noch am selben Abend wurde mir klar, dass es die Exuvie einer weiblichen Garnele war.
Das erste Paarungsschwimmen 
( http://de.youtube.com/watch?v=nPuVDYGjMDs )stand an... in der Hoffnung, dass in gut 4 Wochen Nelchennachwuchs ansteht, geht es hier weiter:

Von den Bienchen und den Blümchen.... Nelchennachwuchs


Garnele und Spaghetti








Juli 2008

Beckenupdate

heutiges Foto vom Becken (das Becken läuft jetzt rund 5 1/2 Wochen)
Nelbeck im Juli 2008






Ende Mai 2008
Zum Vergleich vorher <-> nachher Im Juli 2008


Beckenupdate:

22. September 2008

Das Becken läuft jetzt rund 4 Monate. Garnelennachwuchs ist vorhanden und die Pflanzen gedeihen so gut, dass ich zwischendurch immer mal wieder gärtnern muss und das Becken trotzdem ziemlich zugewuchert ist. Nun ja, den Nelchen gefällt's und ich kann auch noch mit dieser Masse an Grün ganz gut leben ;-))
Besonders freue ich mich darüber, dass sich das Flamemoos - mein Lieblingsmoos - so gut macht.


Becken im September 08



Die Entwicklung im Überblick::




28. September 2008


Und schon wieder ein Update:

Eine Garnelenfreundin schickte mir eine Riccia-Utricularia gibba-Mischung. Die mußte natürlich auch noch ins Nelchenbecken.

Also wurde flugs eine Terrasse aus Schiefersteinen und Aquariensilikon gezimmert. Über das Silikongematsche verliere ich besser keine Worte... *hüstel*.... das geht sicherlich auch eleganter *flöt*

Nachdem das Silikon durchgetrocknet war, kam etwas Bodengrund dazu, darauf wurde dann die Pflanzenmischung mit Hilfe eines Haarnetzes fixiert.
Ich hoffe, insbesondere die Riccia-Stückchen wissen, dass fixieren etwas mit befestigen zu tun hat. Mal sehen, wie lange es dauert, bis ich an der Oberfläche einen schicken grünen Mischsalat habe...

Hier nun die passenden Fotos:

So sah die Ecke vor dem Umbau aus:

Die Nelchenhöhle aus Haselnusszweigen und Spiky-Moos ist ordentlich zugewuchert.

Nelbeck von der Seite


Die Nelchenhöhle wandert ins große Aqua, da freuen sich dann die Amanos hoffentlich über das neue Versteck.
Und ins Nelchenbecken kommt die Terrasse:



und noch eine rote Ludwigie und ein paar Hydrocotyle-Ableger.

Das ganze zusammen sieht dann so aus:

neues Eckchen im Nelbeck


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