Hamstergesundheit

Hier dreht sich alles um Fragen der Gesundheit bzw. Krankheit.


Die hier dargestellten Krankheiten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sind lediglich ein kleiner Ausschnitt aus dem Bereich der Hamsterkrankheiten.
Auch bin ich keine Tierärztin und übernehme damit keine Haftung für die Infos auf dieser Seite (obschon ich mich natürlich um Richtigkeit bemüht habe ;-))



Ein offenes Wort: die Fotos auf dieser Seite sind nicht unbedingt appetitlich. Wer empfindlich ist, sollte ggf. nicht weiterlesen.




Die Informationen auf dieser Seite ersetzen niemals den Gang zum Tierarzt!

Mit der Haltung eines Haustieres zwingt man das Tier in eine Abhängigkeit vom Menschen. Die bedeutet im Gegenzug aber auch eine besondere Fürsorgepflicht! Jedes Lebewesen hat das Recht darauf, nicht unnötig leiden zu müssen. Ein krankes oder verletztes Tier gehört in die Hände eines kompetenten Tierarztes!

Um uneinsichtige Tierhalter erst gar nicht in Versuchung zu führen, selbst Tierarzt zu spielen, gibt es hier keine genauen. sondern lediglich generell gehaltene Behandlungshinweise.
Auswahl und Dosierungen von Medikamenten und Art der Anwendung erfährt man beim Tierarzt oder Tierheilpraktiker.




Inhalt (in alphabetischer Reihenfolge, Links funktionieren nicht mit dem Internet Explorer (TM)):
Abszesse
Augen
Fellverlust/ Fellprobleme
Knochenbrüche
Sportverletzungen
Tumore
Zahnprobleme





I. "Sportverletzungen" wie Quetschungen, Stauchungen, Prellungen, etc.

Hamster klettern und turnen ebenso gerne wie ungeschickt. Auch bei größter Vorsicht im Hinblick auf die Käfigausstattung läßt es sich leider nicht vermeiden, dass sich die Tiere verletzen. In Watte packen können wir sie ja nicht!

Verstauchungen können z.B. gut mit dem Mittel Traumeel behandelt werden. Hodenquetschung
Auch gegen Quetschungen gibt es Salben.
Meist klingen diese Beschwerden nach 7 bis 10 Tagen ab.

Begleitend sollte der Hamster sich wenig bewegen. Hamster neigen dazu, sich trotz der Verletzungen bewegen zu wollen. Das ist kein Zeichen dafür, dass das alles halb so schlimm ist. Es ist vielmehr so, daß ein Hamster ein Fluchttier ist, welches genetisch darauf getrimmt wurde, sich selbst mit Knochenbrüchen noch schnell zu bewegen (also zu flüchten).
Und genau das macht der Hamster auch dann, wenn es keinen Grund zur Flucht gibt. Unser Hamster Pepe humpelte mitleidserregend mit seinem bei einem Sturz verstauchten Bein. Das hielt ihn jedoch keineswegs davon ab, im Laufrad zu laufen.
Das bedeutete: verschärfte Käfighaft. Eine Woche lang wurde das Laufrad entfernt und Auslauf verboten.


Teddyhamster Ernie hatte es geschafft, sich die Hoden zu quetschen. *seufz*
Unschöne Folge davon war später ein Abszeß (dazu weiter unten).




II. Knochenbrüche


Knochenbrüche haben häufig ihre Ursache in falschen Laufrädern. Laufräder mit offener Lauffläche und Schereneffekt sind absolut ungeeignet und ein Beinchen, das sich irgendwo im Laufrad verfängt und dabei schlimm verletzt wird, ist eine häufige Folge. (mehr Infos zu Laufrädern: klick )
Aber auch andere Ursachen sind möglich: Stürze, Gefahren beim Auslauf oder auch Bissverletzungen bei Gruppenhaltung.

Die Behandlung eines Knochenbruchs ist sehr schwierig, aber nicht völlig aussichtslos. Die größte Schwierigkeit ist der Umstand, dass der Hamster anfangen wird, Fixierungen des Beines, die außen angelegt werden, in jedem Fall abzunagen.
Deshalb werden Knochenbrüche meist auch nur durch die Gabe von Traumeel und ggf. Salbe und/oder eines Schmerzmittels behandelt. Hamster mit gebrochenem Bein
Hinzu kommt strenge Inhaftierung. Für einen gewissen Zeitraum wird der Hamster all seiner Klettermöglichkeiten und auch seines Laufrades beraubt. Ein Großteil der Hamsterbehausung wird abgetrennt oder der Hamster muß gleich in eine kleinere Behausung umziehen. Das macht dem Tier keinen besonderen Spaß, aber es ist die einzige Möglichkeit, dass das Bein doch wieder zusammenheilt. In der Regel wird es aber nie wieder richtig zusammenwachsen. Aber solange es einigermaßen funktional zusammenwächst und das Tier nicht behindert oder gar schmerzhaft ist, können sowohl Hamster als auch der Hamsterhalter ganz gut damit leben.




Diese süße Dsungidame war das Opfer einer Bissattacke. Das Bein ist mittlerweile zwar noch etwas dicker, aber ansonsten wieder völlig okay und belastbar. (mit Dank für die Überlassung der Fotos an Debby R.)





Schlimmer ist es dann schon, wenn der Knochen so unglücklich gebrochen wurde, dass er in einer völligen Fehlstellung wieder zusammenwachsen würde oder gar die Haut von innen verletzt. Solche Brüche müssen behandelt werden. Hier kann nur versucht werden, den Bruch zu fixieren und das Beste zu hoffen.

gebrochenes Bein 
Dieser Teddyhamster hatte ein kompliziert gebrochenes Bein mit einem verschobenen Bruch. Die Knochen wurden operativ mit Drahtstiften fixiert und das Bein dann mit einer aushärtenden Masse umwickelt.

Auf dem Röntgenbild sieht das dann folgendermaßen aus:

TibiafrakturpostOP

Links ist die Tibiafraktur vor der OP zu sehen, rechts nach der OP. Die Drahtstifte stecken in der gelben aushärtenden Masse, die oben auf den Fotos zu sehen ist.





Nach drei Wochen wurde der Hamster nochmal operiert und die Stifte entfernt.
Der Hamster kann den Fuß normal gebrauchen.
Das Bein sieht etwas schief aus, aber die Funktionalität des Fußes und auch der Zehen ist nur wenig bis gar nicht beeinträchtigt.

(mit Dank für die Überlassung des Fotos an Sven L.)



III.Tumore

Tumore treten häufig bei älteren Hamstern auf und da ganz besonders bei speziell gezüchteten. So stehen weiße Hamster in dem Ruf, ganz besonders anfällig für die Bildung von bösartigen Tumoren zu sein.

Gutartige Tumore werden meist nicht behandelt. Homöopathisch hörte ich von dem Mittel "Tarantula", aber mir liegen bislang keine detaillierten Erkenntnisse darüber vor.

Der kleine Robo hat noch 9 Monate gut mit diesem Tumor gelebt und ist dann friedlich an Altersschwäche gestorben. Der Tumor hat ihn nicht behindert oder gestört. Das Fell hat Cici altersbedingt verloren. (Vielen Dank für die Überlassung des Fotos an Dagi W.)


Bei bösartigen Tumoren kann der Versuch unternommen werden, eine Operation durchzuführen.
Leider ist die Sterblichkeit während und nach einer OP sehr hoch. Wenn ein Tier die OP überlebt, kann es zu Komplikationen in der Aufwachphase kommen.
Durch Kreislaufversagen stirbt das Tier dann kurz nach der OP.
Ferner sind die Tumore oft derartig aggressiv, dass sie sich kurze Zeit nach der OP wieder neu bilden. "Kurze Zeit" meint dabei wirklich kurz und bezieht sich auf einen Zeitraum von nicht einmal einem Monat.
Wer sich dennoch für eine OP entscheidet, sollte sich nach einem Tierarzt umhören, der auch bei Hamstern eine Inhalationsnarkose anbietet. Diese hat gegenüber der herkömmlichen (und immer noch weit verbreiteten) Injektionsnarkose den Vorteil, dass sie besser zu dosieren und besser verträglich ist. Die Sterblichkeitsrate bei der Inhalationsnarkose liegt deutlich unter der der Injektionsnarkose.


Dsungarin mit Tumor

Die pearlfarbene Dsungarin Kleopatra entwickelte ihren ersten Tumor im Oktober 2004 (Bild 1).
Kurz darauf war der Tumor schon wesentlich gewachsen (Bild 2).
Bild 3 entstand im April 2005, einen Tag vor ihrem Tod.
Als Kleo 2 weitere Tumore ausbildete, entschlossen wir uns zur Operation. Die Operation selbst verlief gut, sie ist auch nochmal kurz wieder zu sich gekommen, aber dann wenige Stunden nach der OP an akutem Kreislaufversagen gestorben.



IV. Abszesse

Nicht zu verwechseln mit bösartigen Tumoren sind Abszesse.

Ein Abszess ist eine lokal eitrige Entzündung. Behandelt wird ein Abszess so, daß eine Abszeßspaltung herbeigeführt wird und eine anschliessende Wundbehandlung durchgeführt wird. Auch wenn es nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Abszeß erneut bildet, sind die Heilungschancen doch sehr gut.

Abszeß




VI. Fellverlust/ Fellprobleme

Fellverlust kann unterschiedlichste Ursachen haben.

Die vermutlich häufigsten Ursachen sind ungebetene Gäste, also Milben, oder Pilzinfektionen.
Beides erfordert längere Behandlungen.
Man kann leider wenig vorbeugend machen. Milben oder Pilzsporen kann man sich von überall her einfangen, sei es durch das Futter, durch das Heu, durch die Einstreu, von draußen mit hereingetragen, etc.

Die kleinen schwarzen Kornkäfer, die man manchmal im Futter oder in der Einstreu findet, sind übrigens KEINE Milben. Die Viecher sind allenfalls lästig, aber nicht gefährlich.

Um Milben vorzubeugen kann es ratsam sein, Futter vor der Verfütterung einzufrieren. Wichtig ist, dass das Gefriergefäß so lange luftdicht verschlossen bleibt, bis das Futter wieder vollständig aufgetaut ist und Zimmertemperatur erreicht hat. Sonst kann es nämlich passieren, dass das Futter beim Auftauen beschlägt und sich durch die Feuchtigkeit schnell Schimmel bildet.

Pilz wird von Tierarzt durch Hautgeschabsel, Pilzkulturen und/oder Untersuchung mit einer speziellen Lampe (der sog. Woodschen Lampe) nachgewiesen.

Die Diagnose von Milbenbefall kann auch oft nur durch den Tierarzt erfolgen, da einige Milbenarten so klein sind, dass man sie nur unter einem guten Mikroskop erkennt.


Demodikose (generalisierte Form, ausgelöst durch Demodex aurati oder Demodex criceti)

Die Fotos zeigen den Verlauf innerhalb von gerade mal sechs Wochen.

Lea noch gesund am 01.05.2007  ungefähr 2 Tage nach Ausbruch der Krankheit  6 Wochen nach dem ersten Foto

Trotzdem die Haut so schlimm aussieht, hat der Hamster keinen Juckreiz und ist zum Glück auf noch soweit munter, dass das Laufrad benutzt und Auslauf verlangt wird. Behandelt wird derzeit mit Spot-On Präparaten.

In einigen sehr seltenen Fällen können Hamster auch von Läusen und Flöhen befallen sein. Hunde- und Katzenflöhe halten sich aber nur vorübergehend auf dem Hamster auf, falls ein geeigneter Wirt gerade nicht zur Verfügung steht. Sobald ein solcher wieder in der Nähe ist, wird der Hund/ die Katze bevorzugt.

Hamster mit Hautpilz Hamster mit Hautpilz (herzlichen Dank für das Foto an Dagi W.).
Wer sehen möchte, wie der süße Kerl gesund aussieht, kann das hier tun: <<klick>>

Weitere Ursachen von Fellverlust können auch sein

1. allgemeine Schwächung des Tieres durch Erkrankung, Mangelernährung oder altersbedingt
2. hormonelle Störungen
3. Leberschäden


1. allgemeine Schwächung

Der kleine Teddyhamster Ernie war sehr schwer krank. Er überlebte sehr geschwächt und hat aus Protest erstmal all sein Fell am Bauch und im Gesicht abgeworfen. Nachdem Ernie wieder zu Kräften kam und sich ausgewogen ernährt hat, kam das Fell nach kurzer Zeit von alleine wieder.

Nicht nur eine (vorangegangene oder noch akute) Erkrankung kann zu einer allgemeinen Schwächung des Tieres und damit einhergehendem Fellverlust führen. Auch eine falsche Ernährung oder einfach das hohe Alter eines Hamsters können eine Rolle spielen.














2. hormonelle Störungen

Kahler Pepe


Dieser ansonsten gesunde Mittelhamster kommt zweimal im Jahr in die Mauser. Pünktlich im Frühjahr und im Herbst eines jeden Jahres bekommt er großflächige kahle Stellen.
Sowohl falsche Haltung/ Ernährung als auch Pilz- oder Milbenbefall scheiden aus bzw. wurden tierärztlicherseits ausgeschlossen.
Die wahrscheinlichste Ursache ist eine Hormonstörung.
Gute Behandlungserfolge konnten mit dem Mittel Korvimin erzielt werden. Dieses Pulver ist eigentlich ein Mittel für Ziervögel mit Gefiederproblemen. Aber es scheint offensichtlich auch bei Hamstern zu helfen. Eine Messerspitze täglich in etwas Babybrei gerührt (oder auf eine Gurkenscheibe gestäubt) reichen.
[Anm: Diesen Behandlungshinweis schreibe ich deshalb entgegen des eingangs gesagten so detailliert, weil sich der Tip mit dem Korvimin noch nicht herumgesprochen hat und längst nicht jeder Tierarzt darüber informiert ist. Bitte behandelt Eure Hamster trotzdem nicht auf eigene Faust, sondern sprecht die Behandlung in jedem Fall mit dem Tierarzt ab!]



3. Leberschäden

Fellverlust ist eine ganz typische Begleiterscheinung von Leberschädigungen und ist in diesem Zusammenhang nicht behandelbar. Hier kann nur versucht werden, die Leber zu behandeln.




Diese Hamsterdame hatte einen schweren Leberschaden. Das Fell wurde immer schütterer und fiel nach und nach ganz aus.
(Nachtrag: die süße Hamsterin sieht auf diesem Foto extrem ermattet aus. Das liegt daran, dass dieses Foto am helllichten Tag entstand, als ich sie für einen Tierarztbesuch leider wecken mußte. Pepi ist mittlerweile verstorben, aber zum Zeitpunkt, als dieses Foto aufgenommen wurde, war sie (nachts ;-)) munter, aktiv und lebensfroh)





4. fehlendes Sandbad:

Eine weitere Ursache für Fellprobleme kann auch ungeeigneter oder fehlender Badesand sein.
Roborovski Zwerg "Murmel" hatte ein großes Sandbad, aber er sandbadete wenig. Verschiedene Sandbad-Formen und verschiedene Sandtypen brachten keine Abhilfe. Er sandelte selten und als Ergebnis hatte er struppiges, fettiges Fell ( linkes Foto).
Die letzte Idee war die, 1/3 seines Aquas mit Sand zu befüllen.



Und das brachte endlich den gewünschten Erfolg! Innerhalb von nur zwei Tagen sah Murmels Fell glatt und gesund aus, wie auf dem rechten Foto.

Das zeigt, wie wichtig ein Sandbad für einen Zwerghamster ist!
Auch sollte auf gute Qualität des Sandes mit gerundeten Körnern wert gelegt werden. Sonst kann das Fell schnell brüchig werden.
Wenn Fellprobleme auftreten, sollte deshalb auch immer überprüft werden, ob ein Wechsel der Sandmarke schon Abhilfe bringt.


VII. Zahnprobleme

Die Schneidezähne (Nagezähne) von Hamstern wachsen ununterbrochen nach.
Sie müssen ständig abgenutzt werden. Geeignete Nagematerialien sind harte Hundeleckerlies und Äste/Zweige von ungespritzten Obstbäumen, Nußbäumen und Weidenzweigen.

Neben den üblichen Zahn- und Zahnfleischerkrankungen, die wir normalerweise von Mensch und Tier kennen (Karies, Paradontitis, Zahnwurzelentzündungen, etc.) können insbesondere die Schneidezähne Probleme bereiten.

Dadurch, daß die Zähne ohne Unterlaß wachsen, können sie zu lang werden.
Der Hamster hat Probleme bei der Nahrungsaufnahme.
Ungeöffnete Sonnenblumenkerne sind hier ein Warnhinweis!

Die Ursache können u.a. sein:

- angeborene Zahnfehlstellungen

- erworbene Zahnfehlstellungen, wenn zum Beispiel ein Zahn abbricht, dann kann der Gegenzahn sich nicht mehr abnutzen. Er wird unkontrolliert wachsen.
Gleiches gilt, wenn ein Zahn operativ entfernt werden mußte. Der Gegenzahn muß fortan regelmäßig im Abstand von 3 bis 4 Wochen gekürzte werden.

Im schlimmsten Fall wachsen die Zähne in den Gaumen ein oder führen zu sonstigen Verletzungen und Entzündungen. Das Tier hat große Schmerzen und wird spätestens zu diesem Zeitpunkt die Nahrungsaufnahme einstellen. Der Zustand ist spätestens jetzt lebensgefährdent und sofortige tierärztliche Hilfe ist nötig.

Je nach Art der Zahnproblematik reicht es, die Zähne regelmäßig zu kürzen.
Mit etwas Glück reguliert sich die Zahnfehlstellung wieder, wenn der fehlgewachsene Zahn stark gekürzt wurde.
Hat man dieses Glück nicht, müssen die Zähne regelmäßig gekürzt werden.

In besonders schweren Fällen wird man überlegen müssen, den betroffenen Zahn operativ zu entfernen. Die OP ist sehr riskant.
Nicht nur das übliche Narkoserisiko ist zu bedenken. Darüberhinaus gibt es die Besonderheit, daß der Zahn bogenförmig im Kopf wächst.
Das bedeutet, daß der Zahn eine lange Kurve im Schädel beschreibt.
Bricht der Zahn während der Extraktion ab, wird der Zahn mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwo im Inneren einwachsen.
Dem Tier ist nicht mehr zu helfen, es kann dann nur noch erlöst werden.


gesunde Zähne gesunde Schneidezähne

Die gelbliche Farbe ist normal.
Ebenso der kleine Spalt. Die Zähne sind auffallend beweglich.

Und: Die Zähne sind scharf. Wer einmal nähere Bekanntschaft mit den Zähnen gemacht hat, der weiß, wie lange solche Verletzungen nachbluten und wie tief die Wunde ist.











Falsch gewachsener oberer Schneidezahn.
Dieser Dsungi hat eine angeborene Zahnfehlstellung.
Die Zähne werden bei ihm immer problematisch sein und vermutlich sein Leben lang gekürzt werden müssen.













VII.

Augenprobleme


Augenprobleme sind bei Hamstern keine Seltenheit.

Da Entzündungen chronisch werden können, sollte das Tier auf jeden Fall tierärztliche Hilfe erhalten. Der Tierarzt kann geeignete Augentropfen, in schlimmeren Fällen auch eine antibiotische Augensalbe, verordnen.

Wichtig! Bitte niemals mit Kamille am Auge hantieren. Kamille reizt das Auge noch weiter!

Wenn Augenentzündungen immer wiederkehren, kann ein Wechsel der Einstreuart Abhilfe schaffen.
Statt der häufig sehr staubigen Kleintierstreu könnte auf Leineinstreu oder Hanfstreu umgestellt werden. Diese beiden Einstreuarten sind staubärmer.
Mittlerweile gibt es auch herkömmliche Kleintierstreu, deren Hersteller angeben, dass die Kleintierstreu staubarm sei.

Wenn ein Hamster im Alter erblindet, so findet sich das Tier in der Regel trotzdem noch gut zuerecht. Hamster orientieren sich nicht nur visuell, sondern auch mit dem Gehör, dem Geruchssinn und den Tasthaaren.
Wichtig ist, dass man sich bewußt macht, dass ein blindes Tier schreckhafter ist.
Ferner sollte die Käfigeinrichtung nicht mehr variiert werden, damit sich der Hamster in der gewohnten Umgebung zurechtfinden kann.


Zwerghamsterauge Mittelhamsterauge

So sieht ein gesundes Zwerghamsterauge (links) bzw. Mittelhamsterauge (rechts) aus.



Exkurs: Hamster und Hitze


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