Chiffrierte Nachrichten, Teil III


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Ich würde nun gerne berichten, was es Berichtenswertes aus der Freßbude zu berichten gab, aber beschämt muß ich eingestehen, daß mir keine Zeit blieb um irgend welche Eindrücke zu sammeln.
Der einzige bleibende Eindruck war der, dass es nach einer kurzen Rangelei einen heftigen Schlag gab und ich in eine tiefe Bewußtlosigkeit sank.....

















..... um mich nach einer unbestimmten Zeitspanne dann so vorzufinden:




Die gute Nachricht war eindeutig die, daß ich noch lebte, die schlechte war die, daß ich mich nicht so fühlte und die schlechteste Nachricht war sicherlich, daß eine kurze Inspektion meines Umfeldes ergab, daß ich eingesperrt war.

Und so sehr ich mich auch bemühte, ich kam aus meinem Gefängnis nicht heraus.

So blieb nur zu hoffen, daß WiFabia ihre Sache besser machte......
















Nun, es war wohl die Sache mit dem blinden Hamster, der auch mal ein Korn findet, aber diesmal mußte ich zugeben:
WiFabia machte es in der Tat besser... ich würde wohl nie erfahren, wie sie mich gefunden hatte, aber nach kurzer Zeit tauchte sie auf, warf mir einen ihrer unvergleichlich herablassenden Blicke zu und bedeutete mir, ihr zu folgen. Wie sie die Tür meines Gefängnisses geöffnet hatte, würde ich wohl auch nie erfahren. Wichtig war auch nur eins: Ich war wieder frei!
























Sie schien es recht eilig zu haben. Während ich mühsam versuchte, mit ihr Schritt zu halten - ich war schließlich gerade erst niedergeschlagen worden - erzählte sie mir, was sie in der Zwischenzeit erlebt hatte:


" Während Du Schwarznase mutig im Kampf Deinen Mann gestanden und dann ein Schönheitschläfchen gehalten hast, habe ich ein Gespräch im Inneren einer dieser Gourmettempel belauscht. Den Gesprächsfetzen, die zu mir herauf drangen, konnte ich entnehmen, daß noch in dieser Nacht wieder chiffrierte Nachrichtenfragmente weitergeleitet werden sollten. Wer da sprach und welcher Maiskolben als Medium genutzt werden sollte, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Ich lief also los und hoffte auf mein Schnüfflerglück und Kommissar Zufall....


















Und tatsächlich.... nachdem ich einige Maisbuffets ergebnislos abgeschnüffelt hatte, stieß ich endlich auf ein Maisbuffet, welches ins Schema paßte... so alt und dröge und leergefressen, dass sich kaum ein normaler Hamster noch daran versuchen würde. Ich untersuchte den Mais genauer. Natürlich war ich nicht so töricht, die Körner zu probieren. Ich hänge an jeder einzelnen meiner Gehirnzellen nebst der darin gespeicherten Erinnerung. Irgendetwas sagte mir jedoch, daß ich hier richtig war.


Ich legte mich also auf die Lauer und wartete...


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Und ich mußte gar nicht lange warten, bis unser Tatverdächtiger erschien und sich an dem Kolben zu schaffen machte....
... es war unser geschätzter Kollege Luby Önsket."




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